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Wie schickt ihr Geld in den Knast?

Geldüberweisungen auf das Konto des Knastes können einmal mit speziellen Zahlkarten, die ihr beim Pförtner kriegt, gemacht werden oder ihr überweist Geld von eurem Konto. Hierfür braucht ihr die Kontonummer des Knastes und die Buchnummer der Person, für die das Geld sein soll.

Schreibt stets dazu „nur für den Eigenbedarf bestimmt“ oder „für Einkauf“.

In der U-Haft sollte es eigentlich so sein, dass der/die Gefangene das ganze Geld für Einkäufe zur Verfügung hat. Die U-Haft-Vollzugsordnung spricht dabei von einem „Rahmen der vernünftigen Lebensweise“. Was „vernünftig“ ist bestimmt allerdings die JVA und beschränkt das Geld für den Einkauf.

Auch hier ist wichtig, immer einen Verwendungszweck zu den Überweisungen schreiben, damit der / die Gefangene das Geld auch wirklich ausgeben kann!

Ansonsten wird das Geld von der JVA zu den Rücklagen bzw. als Überbrückungsgeld einbehalten.

Das Überbrückungsgeld soll bei der Entlassung etwa das zweifache des festgesetzten Sozialhilfesatzes betragen. Manchmal wird versucht, das sog. „Eigengeld“ von Freund_innen ,Familien und Bekannten einzubehalten bis das Überbrückungsgeld zusammen ist.

Dies ist zwar ein Verstoß gegen das StVollg, aber in der Regel brauchen die Gefangenen die Genehmigung des Anstaltsleiters, um über ihr Geld zu verfügen.

In diesem Fall muss von beiden, also sowohl dem Gefangenen als auch dem Überweisenden, ein Widerspruch eingelegt werden. Leider sind die Machtbefugnisse der Anstaltsleitung äußert schwammig formuliert, viele Bestimmungen im StVollg sind „kann“-Bestimmungen und liegen damit in der Entscheidungsgewalt der Anstaltsbehörde.

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